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Der Garten meines Lebens. Die Geschichte der Sesterhof-Bäuerin.

Am 11. September 2014 erscheint mein neues Buch im Ulmer-Verlag/ Stuttgart.

Es erzählt die Geschichte einer Bäuerin (geboren 1926) aus dem Kinzigtal. Gartenleben, Lebensgarten – beides eng miteinander verwoben. Schon als kleines Mädchen hat Agnes Sester im Garten mitgeholfen, mit acht Jahren kann sie schon ganz allein Gemüsesuppe kochen. Ihr Traum: ein großer Garten, mit ihrem Schulkameraden, dem Bauernsohn Mathias. Der Krieg hätte ihr Glück fast zunichte gemacht, erst 1954 können sie heiraten. Wunderbare Jahre – das Paar bringt Hof und Garten zum Blühen, vier Töchter werden geboren. Und dann, ganz plötzlich, stirbt Mathias. In den Jahren der Trauer und des Überlebenskampfes hat Agnes viele gute Engel an ihrer Seite, Verwandte, Nachbarn, Feriengäste. Im Laufe der Zeit verändert sich auch der Garten: Nutzpflanzen treten zurück, Rosen und Sommerblumen ziehen ein, Exoten kommen dazu, eine Laube. Die Kräuterbuschen, die Agnes Sester zu Mariä Himmelfahrt bindet, werden immer größer und größer. Heute, mit 87 Jahren, arbeitet sie immer noch täglich im Garten – und sie versucht dort: Ruhe zu finden.

Die Bilder der Fotografin Bigi Möhrle zeigen die Bäuerin und ihren wunderbaren, artenreichen Garten zu verschiedenen Jahreszeiten.

Alternativer Medienpreis 2014 für „Steppenbeben.
Augenzeugen der sowjetischen Atomwaffentests erzählen.“

“Lauft ins Freie!”, riefen die Rotarmisten.
Kurz darauf bebte die Steppe, Blitze durchzuckten den Himmel. Dann Rauch, “Satansfaust” nannten die Kasachen das Phänomen, ihre schwäbischen Nachbarn, die Stalin in die Steppe verschleppt hatte, sagten “Pfifferling”. Keiner der Dorfbewohner wusste, was genau das war.

Von 1949 bis 1989 wurden in der Steppe bei Semipalatinsk 461 Mal Atombomben getestet – und deren Wirkung auf Menschen. Viele wurden alle Jahre in ein geheimes Krankenhaus beordert, Befunde wurden ihnen nicht mitgeteilt.
Sie aßen weiterhin Gemüse aus ihren Gärten, Fische aus den verseuchten Seen. In Deutschland leben etwa 40.000 Augenzeugen und Leidtragende dieser Tests – Russlanddeutsche, Russen, Kasachen. Viele sind krank davon. Kinder und Enkel kommen behindert zur Welt. Jetzt erst werden ihnen die Zusammenhänge klar. Zum ersten Mal wagen sie es, ihre Stimme zu erheben und Forderungen zu stellen.
Deutschland-Radio 2013

Manuskript der Sendung
Laudatio

„Die blinde Gärtnerin. Das Leben der Magdalena Eglin“ als Taschenbuch erschienen

Im Februar 2013 erschien mein Buch “Magdalenas Blau” unter dem Titel ”Die blinde Gärtnerin” als Taschenbuch.

Taubenblau, Enzianblau, Tintenblau – mit vier Jahren kennt Magdalena Eglin viele verschiedene Blaus. Ihr Großvater, ein Freiburger Malermeister, lässt sie in seine Farbtöpfe gucken und lehrt sie, ihre von Geburt an schwachen Augen gut zu nutzen. Ein dunkelhaariges, wildes Mädchen, geboren 1933, einige Tage vor Hitlers Machtergreifung, das früh lernt, sich in der Welt zu orientieren. Im Laufe der Jahre wird sie völlig erblinden.
Sie wird eine begeisterte Gärtnerin und findet an der Seite eines Dorfschullehrers ihr Glück. Magdalena Eglin erzählt unsentimental, witzig und poetisch von ihrem Leben als Außenseiterin – und damit auch etwas über die Welt der Sehenden.

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